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Iranischer Diplomat mit Bombe im Gepäck

Würden Sie einen kommerziellen Flug von Teheran nach Wien nehmen, wenn Sie wüssten, dass es eine starke Bombe an Bord gibt, ohne dass die Crew überhaupt etwas davon weiß? Und wenn Sie wüssten, dass sie aus einem halben Kilogramm TATP besteht, ein selbstgemachter Sprengkörper, der „sehr empfindlich auf Hitze, Erschütterung und einen Stoß“ reagiert, wie es Belgiens Einheit für Sprengstoffwesen (DOVO) festgestellt hat? Wahrscheinlich nicht, vor allem wenn Sie auch noch wüssten, dass die Bombe eine Woche später in Brüssel einen Anti-Bomben Roboter der Polizei zerstören und einen belgischen Polizeibeamten verletzen würde, der 100 Meter entfernt stand. Aber 240 Menschen an Bord eines Fliegers von Austrian Airlines wussten das bei einem Flug am 22. Juni 2018 von Teheran nach Wien nicht: eine solche Bombe war an Bord in einem Diplomatenkoffer im Besitz von Assadollah Assadi, dem dritten Rat in der Botschaft des iranischen Regimes in Wien. Assadi kehrte eiligst nach Wien zurück in einer tödlichen Mission, die er in Europa auszuführen hatte.
Sechs Tage später händigte Assadi in einem Pizza Hut Restaurant in Luxemburg die Bombe an zwei Agenten aus, die mit ihm seit 2012 zusammen arbeiteten. Er gab dem Paar auch 12 000 $ als Anzahlung für die Operation.
Zuvor hatte Assadi das Paar, Nasimeh Noami und Amir Saadouni, rekrutiert, um die iranische Oppositionsorganisation MEK auszuspionieren. Im März 2018 hatte Assadi den beiden bei einem kurzen Treffen in Salzburg in einem Zug mitgeteilt, er wünsche, dass von ihnen eine Feldoperation unternommen werde: ein Sprengstoffanschlag auf die große Versammlung der Iranischen Widerstandes in Villepinte im Norden von Paris am 30. Juni.
Das Hauptziel war Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, von der angenommen wurde, dass sie bei der Versammlung sprechen werde. Dutzende hochrangiger Würdenträger waren ebenfalls anwesend.
Assadi nahm die Bombe mit in seinem Auto bei einer Fahrt von Wien nach Luxemburg mit seinen beiden Söhnen und seiner Frau. Für ihn als Experten für Sprengstoff war es nichts Ungewöhnliches, das Risiko auf sich zu nehmen, auch mit seiner Familie. Ihre Diplomatenpässe sollten ihn im Falle von Schwierigkeiten vor Inspektionen schützen. Nachdem er die Bombe an die beiden Agenten ausgehändigt hatte, wurde die glückliche Familie bei einer Passkontrolle der Luxemburger Polizei angehalten. Um Schwierigkeiten zu entgehen, zeigten sie ihre Diplomatenpässe vor.
Aber zwei Tage später, als die deutsche Polizei sie kurz vor der österreichischen Grenze anhielt, war das Spiel aus.
Die belgische Polizei hatte am 30. Juni das Paar festgenommen und ihre „Bombe“ war explodiert, als ein DOVO Roboter versucht hatte, sie zu entschärfen, kurz bevor sie das große Treffen erreicht hatte, die ihr Zielobjekt war.
Nachdem er frei durch verschiedene europäische Länder spaziert war, war der „Diplomat“ immer noch sicher, er käme davon, da er ja Diplomaten Status hatte. Die gleiche Illusion hegte das Außenministerium des Mullah Regimes. Javad Zarif, Außenminister des Mullah Regimes, tat die Affäre als eine Operation „unter falscher Flagge” von Leuten ab, die einen Keil zwischen Teheran und den Westen treiben wollten. Das Regime bezeichnete Assadis Haft als „von Grund auf illegal“.
Sie waren sich des Ergebnisses so sicher, dass sie die Botschafter aus Frankreich, Belgien und Deutschland in Teheran ins Außenministerium einbestellten, um offiziell gegen die Verhaftung ihres „Diplomaten“ zu protestieren. Der stellvertretende Außenminister der Mullahs sagte gegenüber den drei Botschaftern: „Der iranische Diplomat, der in Deutschland verhaftet worden war, sollte entsprechend den Artikeln der Wiener Konvention über Straflosigkeit freigelassen werden“.
Bei den deutschen Gerichten fanden solche Anträge aber kein Gehör. Zwei Monate lang durchliefen die Mullahs alle Instanzen der deutschen Justizhierarchie, um die Auslieferung Assadollah Assadis an Belgien anzufechten, aber ohne Erfolg. Assadi ging am 9. Oktober in die Hände der belgischen Justiz über, um vor Gericht gestellt zu werden.
Es brauchte mehr als zwei Jahre an Untersuchungen, um die verschiedenen Aspekte des Dramas ans Licht zu bringen. Am 27. November müssen Assadi, das Paar Saadouni-Noami und ein weiterer Komplize in Antwerpen in Belgien als Angeklagte vor Gericht stehen.
Das Mullah Regime hat die Spur der Beanspruchung „diplomatischer Immunität“ für seinen Diplomaten-Terroristen verfolgt. Als sie sahen, dass es nicht funktionierte, verlegten sie sich auf Drohungen.
Laut Reuters drohte Assadi bei der Vernehmung im März der belgischen Polizei. Er gab an, bewaffnete Gruppen im Irak, im Libanon, im Jemen und in Syrien ebenso wie im Iran seien an dem Ergebnis seines Falls interessiert und würden „im Hintergrund zuschauen, ob Belgien sie unterstützen werde oder nicht“.
Der Sprecher des Außenministeriums der Mullahs ging den gleichen Weg, als er sagte: „Wir betrachten die fehlende Respektierung des Diplomatenstatus Assadis und sein Gerichtsverfahren in Belgien als nicht hinnehmbaren Präzedenzfall. Wir betrachten alle Länder, die an diesem Fall beteiligt sind, als Verletzer unserer diplomatischen Rechte“.
„Der Sprecher lieferte auch seinen Teil an Drohung: „Wir behalten uns vor, das angemessen zu vergelten“.
Die freche und zugleich dumme Position des Mullah Regimes spiegelt die Konsequenzen einer in die Irre gehenden Politik wieder, die vom Westen mindestens drei Jahrzehnte lang gegenüber den Mullahs verfolgt wurde. Obwohl die Mullahs in der Vergangenheit Dutzende an terroristische Operationen gegen Dissidenten und die Interessen anderer Länder unternommen haben, verhaftete die Polizei zwar ihre „Diplomaten“, aber sie kamen nie vor Gericht. In allen Fällen wurde den Übeltätern erlaubt, durch die Finger der Justiz zu schlüpfen.
Dr. Kazem Rajavi, Repräsentant des Widerstands in der Schweiz wurde 1990 in Genf niedergeschossen von 13 Personen, die mit Diplomatenpässen ins Land gekommen waren und am nächsten Tag nach Hause entflohen. Zwei aus dieser Gang wurden 1991 in Frankreich verhaftet, aber von dort schickte man sie in den Iran trotz eines formellen schweizerischen Ersuchens um Auslieferung.
Die Botschaften der Mullahs in Italien, Deutschland, Österreich, Holland, dem VK, Skandinavien, der Türkei und in anderen europäischen Ländern befassen sich systematisch mit Terrorismus. Dennoch wurde bis zum heutigen Tag kein direkter Agent oder „Diplomat“ in irgendeinem Land vor Gericht gestellt.
Der Grund dafür, dass die Mullahs den Wandel nicht zu verstehen scheinen, ist der, dass sie sich an den drei Jahrzehnte langen Kotau so sehr gewöhnt haben, dass sie dazu tendieren, nicht zu verstehen, dass sich das Blatt jetzt gewendet hat.
Es ist dies ein Regime, das das Recht auf Immunität als Recht dafür gebraucht, Bomben in Passagierflugzeugen und auf Autobahnen mitzunehmen und sie dort zu platzieren, wo sie Dutzende unschuldiger Leben gefährden.
Der erste Schritt des Westens sollte es sein, unabhängig vom Gerichtsort die Rolle und die Handlungsfreiheit der Botschaften und offiziellen Repräsentanten der Mullahs in Europa einzuschränken. Die Diplomaten der Mullahs, angefangen mit Außenminister Javad Sarif, sollten auf Sanktionslisten gesetzt werden, die sie daran hindern, sich frei zu bewegen. Dies ist ein effizienter Weg, um Terrorismus zu unterbinden.

 

Mehr als 159.000 Tote durch den Coronavirus in 465 Städten

Shocking confession of the Health Ministry: Some days the death toll reaches four digits Schockierende Aussagen des Gesundheitsministeriums: An einigen Tagen gibt es vierstellige Todeszahlen

• Während er einige Lockdowns zur Kenntnis nimmt, behauptet Rouhani in einer absurden Lüge:“ 51% der Infektionen stammen aus Familienreisen. Es gibt keine Probleme in Bezug auf Kapazitäten und Ausrüstung, bei Intensivbetten und Beatmungsgeräten und die Lockdowns sind nur dazu da, damit sich das medizinische Personal erholen kann. Ein Drittel der Bevölkerung erhält 100.000 Tomans (weniger als 4$) pro Monat für die nächsten vier Monate. Ein Kredit über eine Million (39$) wird ebenfalls an diese Familien gewährt.“

• Ein parlamentarischer Stellvertreter des Regimes: Heute hat das Parlament keine Entscheidungsbefugnis mehr. Das Parlament hat nichts zu sagen und es ist in der Hierarchie ganz unten angesiedelt. Es ist so schwach, dass es nicht einmal einen Vertreter in der Nationalen Coronavirus Taskforce (NCCT) hat. Heute ist vom Parlament nur noch ein Name, ein Gebäude und 290 Vertreter übrig geblieben )Nachrichtenagentur Mehr, 18. November 2020).

• Masih Daneshvari Krankenhaus: Von Beginn der dritten Welle bis heute gehen die Statistiken nach oben. Der Coronavirus hat seinen Würgegriff erhöht und verbreitet sich rapide in der Gemeinde (ISNA; 18. November 2020).

• Isfahan Universität für medizinische Wissenschaften: Außer in Kashan, Aran und Bidgol sind 2044 Menschen in der Provinz in medizinischer Behandlung. 397 sind auf Intensivstationen, 37 sind in den letzten 24 Stunden gestorben. (Zeitung Javan, 17.

November 2020) Die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) gaben am 8. November 2020 die Zahl der Coronavirus – Toten in 465 Städten mit über 159.000 an. Es gab folgende Opferzahlen: Teheran 38,941, Isfahan 8,955, Lorestan 6,705, Ghom 6,540, Mazandaran 6,472, Ost Aserbaidschan 5,969, Gilan 5,496, West Aserbaidschan 5,328, Fars 4,357, Alborz 4,310, Kermanshah 3,478, Zentralprovinz 3,018, Kurdistan 2,850, Yazd 2,767, Kerman 2,704, Ardabil 1,760, Qazvin 1,628, Zanjan 1,500, Ilam 1,485, Süd Khorasan 1,416, Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad 1,114 Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums des Regimes wurde heute bei IRNA mit folgenden Worten zitiert:“ Es wird viel über die Statistiken geredet. Einige steigende Todeszahlen mögen an chronischen Krankheiten wie Herzkrankheiten liegen, aber die Menschen sehen auch die Statistiken von den Friedhöfen. An einigen Tagen sind die Todeszahlen besonders hoch und die Zahl der Toten, die entweder mit oder ohne Corona gestorben sind, kann im vierstelligen Bereich liegen. Ich kann nur die Zahlen der Todesfälle bekannt geben, die eindeutig auf den PCR Tests basieren. Unsere Politik basiert nicht darauf, die Statistiken zu schönen, wir versuchen nur, sie so akkurat wie möglich zu halten. Rund 60% der Patienten, die nachweislich am Coronavirus infiziert waren und in Intensivstationen lagen, sind gestorben und vier von 100.000 Patienten infizieren sich erneut.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) 18. November 2020

Iran: Rebellische Jugendliche greifen zum Jahrestag des Aufstandes vom November 2019 mehrere Regimezentren für Unterdrückung und Diebstahl in Teheran, Isfahan, Mashhad und Khorramabad an


Iran: Rebellische Jugendliche greifen zum Jahrestag des Aufstandes vom November 2019 mehrere Regimezentren für Unterdrückung und Diebstahl in Teheran, Isfahan, Mashhad und Khorramabad an

In den frühen Morgenstunden des 16. November 2020 griffen rebellische Jugendliche zum Jahrestag des Aufstandes vom November 2019 Zentren der Unterdrückung und Ausplünderung durch das iranische Regime in Teheran, Isfahan, Mashhad und Khorramabad an.

Die Aktionen fanden trotz erhöhter Alarmbereitschaft bei den staatlichen Sicherheitskräften und anderen Sicherheitsorganen des Regimes statt.

In Lanjan (Isfahan) wurde eine Basis der IRGC, das sogenannte Imam Chomeini Hilfskomitee, angegriffen, welches die Bürger unterdrückt und die knappen Ressourcen ausplündert. Das Gebäude wurde in Brand gesetzt.

In Mashhad wurde der Eingangsbereich der sogenannten Prophet Mohammad Basis der Bassidsch in Brand gesetzt. Bei einer anderen Aktion wurde eine IRGC Basis in Brand gesetzt, die nach dem getöteten IRGC Generalmajor Mahmoud Kaveh benannt ist.

Am 15. November griffen rebellische Jugendliche ein sogenanntes Seminar des Regimes an, welches eine aktive Rolle bei Folterungen und Unterdrückung von Frauen im Osten von Teheran spielt. Auch dort wurde der Eingangsbereich in Brand gesetzt.

Am selben Tag wurde in Isfahan der Eingangsbereich des sogenannten Hilfskomitee von Imam Chomeini, welches die Ressourcen der Menschen in der Region ausplündert, in Brand gesetzt. Am selben Tag war auch eine Basis der Bassidsch in Khorramabad Ziel der Angriffe. Auch dort wurde der Eingangsbereich in Brand gesetzt.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
17. November 2020

Die iranischen Staatsmedien räumen ein, wie Mullahs COVID-19 benutzen, um Menschen zu unterdrücken

Am Vorabend großer Demonstrationen im Iran räumen staatliche Medien uneingeschränkt die brutale Strategie des Regimes ein, mit der es die Krankheit COVID-19 benutzt, um die unruhige Gesell-schaft unter Kontrolle zu bringen.

Berichte, die am Montag von der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) bestätigt wurden, zeigen an, daß die Zahl der durch Covid-19 bewirkten Todesfälle im Iran bereits mehr als
156 000 beträgt. Die Zunahme des Todeszolls geht vornehmlich auf die vorsätzliche Tatenlosigkeit des Regimes und die von ihm betriebene Vertuschung zurück; sie bedient sich der tödlichen Epidemie, um die unruhige Gesellschaft zum Schweigen zu bringen.

Die Tageszeitung „Jahan-e Sanat“ schrieb am Sonntag: „Gewiß sehen wir die schweren Konsequenzen und entrichten mit dem Tod so vieler Menschen einen schweren Preis. Unglücklicherweise ist im Endeffekt die Methode [des Regimes], das Coronavirus zu verbreiten, von Anfang an vollkommen falsch gewesen. Bisher hat die Regierung nichts unternommen, um das Virus unter Kontrolle zu bringen.“

Obwohl der von COVID-19 geforderte Todeszoll zunimmt, weigert sich das Regime, die Wirtschaft zu schließen. Die Regierung von Hassan Rouhani bezeichnete die wirtschaftlichen Beschwernisse des Volkes als Grund dessen, daß sie die Wirtschaft nicht schließt.

Die staatliche Tageszeitung „Resalat“ schrieb: „Manche Fachleute sagen, die Ursache für das Zögern der Regierung, gegen COVID-19 besondere Maßnahmen zu ergreifen, bestehe in Sorgen um die Wirt-schaft des Volkes. Doch es ist auf zwei wichtige Dinge hinzuweisen: Erstens: Wer möchte glauben, eine Regierung, die innerhalb der vergangenen sieben Jahre die Wirtschaft ruiniert hat, sei plötzlich von der Sorge um das Auskommen des Volkes ergriffen worden? Worin bestehen die Kosten dieser Wirtschaft – etwa in dem Tod von tausenden von Iranern pro Tag? Sollte das Leben der Menschen von der gelähmten Wirtschaft der Regierung abhängig gemacht werden?“

Am Sonntag schrieb die staatliche Zeitung „Vatan-e Emrooz“: „Der Vorschlag der Experten, die Zentren der Krise während der nächsten beiden Wochen zu schließen, wurde gestern von der ‚Nationalen Task Force zur Bekämpfung von COVID-19‘ unter Vorsitz von Hassan Rouhani nicht angenommen. Wer also ist verantwortlich für die Zunahme des Todeszolls?“

Natürlich geht die Methode, COVID-19 zur Unterdrückung des Volkes zu benutzen, nicht nur auf die Initiative Rouhanis zurück. Der Höchste Führer des Regimes, Ali Khamenei, der dies Virus einen „Segen“ und eine „Prüfung“ nannte, ist gemeinsam mit anderen Funktionären an diesem Verbrechen beteiligt.

Die staatliche Tageszeitung „Hamdeli“ schrieb am Samstag: „Wie viele von uns müssen noch täglich sterben, damit die Regierung endlich einen Plan zur Reduzierung der Todesfälle erstellt!“

Während die Menschen mit der Armut und der vom Coronavirus bewirkten Krise zu tun haben, hält das Regime am Bau von Raketen und an der Finanzierung von terroristischen Gruppen fest. Außerdem schädigt die im Regime institutionalisierte Korruption weiterhin die Wirtschaft des Iran.

Dazu schrieb die Tageszeitung „Hamdeli“: „Wenn die Regierung die Budgets von Institutionen reduzieren würde, die, ohne an der Gegenwart oder an der Zukunft des Landes interessiert zu sein, über ein fixes Budget verfügen, dann wäre sie vielleicht in der Lage, einiger ihrer finanziellen Probleme zu lösen. Dann könnte sie auch den Leuten helfen – inmitten der durch das Coronavirus hervorgerufenen Krise.“

Ein Blick auf die Medien des Regimes genügt, um zu zeigen: Der Plan der Mullahs, die Krankheit COVID-19 mit ihren massenhaften Todesfällen als Barriere gegen einen weiteren Aufstand des Volkes zu benutzen, ist gescheitert. Wenn noch mehr Menschen zu Grunde gehen, kommt die Explosion der unruhigen Gesellschaft immer näher und wird der Sturz der Mullahs unvermeidlich.

Das bevorstehende Terrorismusverfahren ist eine Gelegenheit für eine Infragestellung des Status Quo der Beziehungen zum Iran


Der Diplomat Terrorist des iranischen Regimes Assadollah Assadi

Von: Alejo Vidal Quadras

Am 27. November 2020 werden vier iranische terroristische Agenten in Antwerpen ein Verfahren vor Gericht bekommen. Unter ihnen ist ein hochrangiger Diplomat, der von der iranischen Botschaft in Wien aus arbeitete, bevor er am 1. Juli 2018 verhaftet wurde. Diese Verhaftung fand statt einen Tag nach dem beabsichtigten Datum eines Angriffs, den er federführend geplant hatte mit dem Ziel einer Sprengung einer internationalen Versammlung, die vom Nationale Widerstandsrat Iran organisiert worden war.
Wäre der Angriff erfolgreich gewesen, wäre es ein seltenes Beispiel von iranischem Terrorismus gewesen, der auf westlichem Boden ausgeübt worden wäre ohne eine dritte Partei wie die Hisbollah als Mittelglied. Sein Hauptzielobjekt war ersichtlich Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI. Aber das Sprengmaterial, das benutzt werden sollte, hätte sicher auch zu weiteren Todesfällen geführt, möglicherweise einschließlich von jemandem aus dem Kreis der Hunderte von politischen Würdenträgern, die in den Pariser Vorort Villepinte angereist waren für die Kundgebung „Freier Iran”.
Diese möglichen Auswirkungen belegen die einzigartige Bedeutung des Verfahrens am 27. November gegen Assadollah Assadi. Es ist natürlich wichtig, dass jener Terrorist Diplomat zur Verantwortung gezogen wird für seine Rolle bei der Planung von Terrorismus im Herzen Europas. Aber mehr noch als das ist es wichtig für die internationale Gemeinschaft, dass sie das gesamte iranische Regime für die gleiche Sache verantwortlich macht. Mehrere Leute mit intimer Kenntnis dieses Falles haben klargestellt, dass es eine bedeutende Tragweite hat für die zukünftigen Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen. Jaak Raes, der Chef des Staatssicherheitsdienstes in Belgien, hat vor kurzem gegenüber den Medien bestätigt, dass „der Plan für den Angriff im Namen des Iran und unter seiner Führung gefasst worden ist. Er war keine Sache von Assadis persönlicher Initiative“. Ein weiterer Beweis für diese Schlussfolgerung kann in Teherans Verhalten gesehen werden, nachdem die Ausführung des Plans vereitelt worden ist. Weit entfernt davon, Assadi oder seine Untergebenen oder deren Bereitschaft zu verleugnen, westliche Tote auf westlichem Boden in Kauf zu nehmen, gaben die Autoritäten sich jede erdenkliche Mühe, um die Auslieferung ihres Diplomaten [an Belgien] zu blockieren oder sein Entkommen von der Justiz zu ermöglichen. Assadi selbst ging sogar so weit, weiteren Terrorismus anzudrohen, wenn die belgischen Behörden sich bei diesen Bemühungen nicht als kooperativ erwiesen. In Interviews mit den vernehmenden Beamten gab er an, dass das Regime viele Handlanger habe, die darauf lauern würden, ob Europa „sie unterstützen“ werde oder nicht.
Das Regime als Nummer eins der staatlichen Förderer von Terrorismus stand hinter diesem Terrorangriff und muss verantwortlich gemacht werden. Mehr noch die europäischen Regierungen sollten Irans Außenminister Javad Sarif nicht willkommen heißen oder ihm erlauben, den Boden Europas zu betreten, und sie sollten Sarif zur Verantwortung ziehen dafür, dass sein Diplomat der Haupttäter bei diesem Terrorakt war.

Der Fall Assadi könnte einen Wendepunkt in Europas Umgang sowohl mit dem iranischen Regime als auch mit seinen militanten Handlangern sein. Einige Kritiker der bestehenden Politik haben sich in diesem Punkt optimistisch gezeigt, so das englische MP Theresa Villiers, die unter den auswärtigen Würdenträgern war, die die Kundgebung Freier Iran 2018 besucht haben. „Wenn die Angeklagten in diesem Fall für schuldig befunden werden“, erklärte sie, „muss das ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft sein, mehr Druck auf das tyrannische iranische Regime auszuüben, seine destabilisierende Unterstützung für terroristische Gruppen in der ganzen Welt zu beenden“. Ohne Zweifel ist das genau das Ergebnis, das Teheran befürchtet hat, als es versuchte, Assadis Auslieferung zu hintertreiben. Seine Repräsentanten warnen immer noch vor einer solchen Verschiebung bei den internationalen Beziehungen, je mehr der Prozess näher rückt. Peyman Sadat, der Generaldirektor für Europa im Außenministerium des Iran hat vor kurzem ein Treffen mit dem belgischen Botschafter gehabt und es nachher so charakterisiert, dass es die Absicht des Iranischen Widerstands unterstrichen habe, „unsere Beziehungen mit Belgien und Europa zu beflecken“.
Dazu muss man sagen, dass nach dem Terrorplan von 2018 das Schweigen Europas über diesen Fall, um „die Beziehungen“ zum theokratischen Regime im Iran „nicht zu beflecken“, schändlich und inakzeptabel ist. Es muss auch gesagt werden, dass die Befleckung dieser Beziehungen für Europa nur günstig wäre. Diese Beziehungen an diesem Punkt zu untermauern, würde die Botschaft aussenden, dass iranische Terrordrohungen eine wirksame Strategie sind, um Europa zum Schweigen einzuschüchtern. So eine Botschaft wäre für das iranische Regime unglaublich wertvoll inmitten der derzeitigen Krisen.
Der versuchte Terroranschlag von 2018 wurde durch heimische Aufstände ausgelöst, die für die Mullahs eine ernste Herausforderung für ihren Machterhalt bedeutet haben. Nachdem die MEK als eine große Triebkraft hinter den Unruhen im Januar davor ausgemacht worden war, kämpfte das Regime darum, die Kontrolle über die Bevölkerung zurückzugewinnen, und richtete schnell seine Blicke auf das Zentrum der auswärtigen Unterstützung der „Widerstandseinheiten“ im Land. Nachdem der versuchte Terroranschlag von den europäischen Behörden abgewendet worden war, lebte die heimische Unruhe in sogar noch größerem Maßstab wieder auf im November 2019, als Proteste in fast 200 großen und kleinen Städten ausbrachen.
Auch nach der Eröffnung des Feuers auf diese Proteste und nach der Tötung von etwa 1500 Menschen sah sich die iranische Regierung gerade einmal zwei Monate später vor einem weiteren breit gestreuten Aufbegehren. Dies unterstrich ebenso wie alles andere das Ausmaß der Popularität der Widerstandsbewegung. Es ist entschieden eine Bewegung, die nicht nur die theokratische Aufmachung des bestehenden Regimes in Frage stellt, sondern auch ihre antagonistische Beziehung mit westlichen und arabischen Nationen. Tatsächlich ist es so, dass Frau Rajavis 10-Punkte Plan für die Zukunft des Iran besonders zu friedlichen Beziehungen aufruft und zu einer Absage an terroristische Ableger ebenso wie den atomaren Ambitionen der Mullahs.
Das ist eine Bewegung, mit deren Unterstützung der internationalen Gemeinschaft sehr gedient wäre. Und es gibt vielleicht keine bessere Gelegenheit, eine solche Unterstützung einzuleiten als durch eine Sicherung des Schuldspruchs und einer angemessenen Bestrafung der Angeklagten im Prozess vom 27. November und dann den Blick auf einen entschiedeneren Umgang mit dem Regime zu richten, das jene Möchte gern Terroristen unterstützt und angeleitet hat. Ein solcher Umgang könnte auch eine Vermehrung von Sanktionen im Zusammenhang mit Terrorismus oder die Schließung von Botschaften beinhalten, durch die dieser Terrorismus kanalisiert wird. Was immer aber sich tatsächlich ergeben mag, eins ist sicher: Der Status Quo kann nicht weiter bestehen nach einer solchen finsteren Bedrohung wie die durch den versuchten Terroranschlag 2018.


Alejo Vidal-Quadras, Professor der Atom- und Kernphysik, war Vizepräsident des Europäischen Parlaments von 1999 bis 2014. Er ist Präsident des International Committee In Search of Justice (ISJ) [Internationales Komitee für die Suche nach Gerechtigkeit]

 

Iran: Mehr als 156 700 Todesfälle durch das Coronavirus – Stand: 16. November 2020

 

Heute nachmittag, am 16. November 2020, hat die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) bekanntgegeben, daß das Coronavirus in 465 Städten des Iran mehr als 156 700 Menschen des Leben gekostet hat.

Zu dem Todeszoll in verschiedenen Provinzen gehören: 38 241 in Teheran, 11 590 in Khorasan Razavi, 8 805 in Isfahan, 6 475 in Qom, 6 645 in Lorestan, 6 442 in Mazandaran, 5 832 in Ost-Azer-baijan, 5 214 in West-Azerbaijan, 4 275 in Fars, 4 035 in Hamedan, 3 423 in Kermanshah, 2 940 in Markazi (Zentral), 2 820 in Kurdistan, 2 707 in Yazd, 2 648 in Kerman, 1 708 in Ardabil, 1 470 in Zanjan, 1 420 in Ilam und 1 386 in Süd Khorasan.

 

Das Nachplappern der Propaganda des iranischen Regimes gegen die MEK


„Trumps früherer nachrichtendienstlicher Berater ist eine Hauptquelle der Desinformation” (Mother Jones, 2. November 2020) ist nicht mehr als das Wiederkäuen der oft aufgedeckten Behauptungen des iranischen Regimes gegen seine wichtigste Opposition.

Die stärkste und am besten organisierte demokratische Opposition, die Mujahedin-e Khalq (MEK), zu beschuldigen, sie sei eine „Sekte“, ist absurd und ein charakteristischer Schachzug der religiösen Diktatur, die im Iran herrscht. Jahrelang hat das Regime die abscheulichste Desinformation gegen die MEK ausgestreut, um sie zu diskreditieren.

Dennoch bringen Amtsträger des Regimes beständig ihre tiefsitzende Angst über die wachsende Zahl von Jugendlichen zum Ausdruck, die sich der MEK anschließen. Erst im Juni dieses Jahres hat das Außenministerium des Regimes die MEK als „Terrorsekte“ bezeichnet, während die Mullahs zur gleichen Zeit die Verhaftung von zwei Studenten von Eliteuniversitäten bekannt gaben, die die Organisation unterstützt haben.

Außer der heimischen Unterdrückung sind die Dämonisierung der MEK und das Betreiben von Terrorismus gegen sie im Ausland zwei Seiten der gleichen Medaille. Leider hat der Artikel in Mother Jones die gleichen abgestandenen Lügen gegen die MEK erneut abgedruckt.


Unter den weithin öffentlich zugänglichen Beweisen gegen diese Desinformation muss man nur auf einen detaillierten Bericht über den Besuch einer US Delegation in Ashraf-3 in Albanien verweisen mit persönlichen Interviews mit Mitgliedern der MEK, die die Propaganda des Regimes bloßgestellt haben. Dutzende Journalisten haben auch Ashraf-3 besucht und über ihre Beobachtungen berichtet. Darunter solche des Wall Street Journal, der Washington Times, von Belgiens VRT, Schottlands National, Euro News und von vielen anderen Publikationen. Reporter jedes weiteren Nachrichtenorgans sind herzlich eingeladen, das gleiche zu tun, statt die Propaganda des Regimes wiederzukäuen, ohne glaubwürdige Beweise zu liefern.

Die MEK ist der stärkste Feind des mörderischen iranischen Regimes. Deshalb hat Teheran mehr als 120 000 ihrer Mitglieder getötet, darunter Tausende an Unterstützern beim Massaker von 1988, das Amnesty International ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit genannt hat.

Dass die sensationslüsterne Propaganda des Regimes fröhlich von einem Klickköder wie Friedman wiedergegeben wird, ist schändlich.

In den 1990er Jahren hat Teheran die USA und Europa gebeten, die MEK als „terroristische Organisation“ einzustufen, weil es immer von der MEK in Schrecken versetzt war. Verlockt durch wirtschaftliche Gelegenheiten und durch die Illusion, „Mäßigung“ innerhalb des theokratischen Regimes erreichen zu können, gab der Westen dem nach. Jedoch ist die MEK rechtlich gegen die politisch motivierte Einstufung vorgegangen und gewann vor Gericht, womit sie Amtsträger in der Exekutive zwang, die unfaire Einstufung aufzuheben.
Niemand, der mit der MEK verbunden ist, wurde je für irgendein Verbrechen angeklagt, „weder auf dem Boden der USA im Jahr 1992“ noch zu irgendeiner Zeit danach. Vor 16 Jahren wurde jedes Mitglied der MEK im Irak individuell befragt und durchleuchtet von einer überbehördlichen Arbeitsgruppe der USA aus 70 Personen. Wie die New York Times am 27 Juli 2004 berichtete, „Gab es keine Grundlage dafür, ein Mitglied der … Oppositionsgruppe … für Verletzungen amerikanische Gesetze” durch Aktivitäten in der Vergangenheit „anzuklagen”.

Die MEK war die erste bei der Bloßstellung des heimlichen Atomprogramms des Regimes im Jahr 2002. Und die Organisation ist zu einem allgegenwärtigen Anführer des Dissenses innerhalb des Iran angewachsen, da sie imstande ist, hoch organisierte landesweite Proteste zu planen. Im Januar 2020 hat ein frustrierter Khamenei, die höchste Autorität im Regime, einen diplomatischen Streit mit Europa angefangen, als er Albanien verbal angriff und es als „kleines böses europäisches Land“ bezeichnete, weil es die MEK aufgenommen hat. Im Dezember 2018 hatte Albanien den Botschafter des Regimes ausgewiesen wegen Anschlagsplänen mit Tötungsabsicht gegen die Dissidenten der MEK.
Wenn die MEK eine „Sekte“ wäre, die an den Rändern iranischer Politik fortbesteht, würde ein ungeschulter Blogger in den USA nie von ihr gehört haben.
Die Angst des Regimes vor der MEK wurde am besten illustriert bei seinem Versuch, seinen amtierenden „Diplomaten“ dafür zu engagieren, die Kundgebung Freier Iran in einem Vorort von Paris am 30. Juni 2018 in die Luft zu sprengen. Der Diplomat des Regimes und seine drei Komplizen haben derzeit in Belgien für diesen Terrorplan ein Gerichtsverfahren.
Das unberechenbare Verhalten und die Propaganda des Regimes demonstrieren klar, dass die MEK einen bedeutenden und dauernden Einfluss auf die politische Zukunft des Iran hat.

Ali Safavi (@amsafavi) ist offizieller Vertreter im Ausschuss für Außenpolitik des in Paris ansässigen Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

 

Das Ignorieren der Unruhen im Iran würde die humanitären Werte für immer verletzen


In der letzten Woche war der Jahrestag eines großen Aufstandes gegen die iranische theokratische Diktatur. Obwohl die Protestbewegung durch die Ermordung von über 1500 Demonstranten erstickt werden konnte, hat der Aufstand dennoch Optimismus entstehen lassen, dass der Kollaps des Regimes bald bevorsteht und dass die Menschen es dann durch ein demokratisches System ersetzen.

Dieser Optimismus wurde auch am 10. November bei einer Online – Konferenz geäußert, die vom Nationalen Widerstandsrat Iran organisiert wurde. Dort wurde auch der Opfer der Proteste gedacht und die internationale Gemeinschaft aufgefordert, den Wunsch des iranischen Volkes nach Freiheit und Demokratie zu unterstützen.

Die moralische Unterstützung ist nach den hohen Todeszahlen der Niederschlagung des Protestes noch wichtiger geworden. Dieses Ereignis passt in ein größeres Muster der Unterdrückung, welche mehr als 120.000 pro – demokratischen Aktivisten in den vier Jahrzehnten der Herrschaft der Mullahs das Leben kostete.

Wenn man auf die Geschichte des Konfliktes zwischen dem iranischen Regime und dem Volk zurück blickt, dann stellen sich nicht nur den Teilnehmern der Online – Konferenz des NWRI vom letzten Dienstag viele ernste Fragen. Vor allem bleibt die Frage bestehen, warum so viele demokratische Länder eher zu einer Art „Beschwichtigung“ eines so brutalen und anti – demokratischen Systems tendieren. Und in der Tat hat die Inaktivität der internationalen Gemeinschaft das Regime nur ermutigt, weiter die Menschen zu unterdrücken, weil es stets von einer Art Straffreiheit ausgehen konnte.

Ingrid Betancourt, die frühere Präsidentenkandidatin von Kolumbien, sagte auf der Konferenz, dass die Länder ein „Verständnis entwickeln müssen, was im Iran passiert und dass dies Konsequenzen für unser tägliches Leben hat“. Diese Konsequenzen betreffen auch eine schlechtere internationale Sicherheit und es schädigt den Ruf westlicher Politiker, die sich sonst gerne als globale Verfechter der Menschenrechte sehen.

Eine weitere Rednerin auf der Konferenz am Dienstag wies auf die Wurzeln dieses Rufes hin, um deutlich zu machen, warum so viele Länder ein blindes Auge gegenüber den iranischen Menschenrechtsverletzungen haben, selbst wenn sie mit anderen repressiven Regimen anders umgehen. Zamaswazi Dlamini-Mandela sagte, dass der aktuelle Kampf des iranischen Widerstandes sehr an den Kampf erinnert, den einst ihre Großeltern Winnie und Nelson Mendela in Südafrika führten, als dort das Apartheidsregime herrschte. Doch Südafrika erhielt damals die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft in Form eines Boykotts und diplomatischer Isolation, während das iranische Volk für solche Forderungen bisher wenig Gehör fand.

Zamaswazi Dlamini-Mandela machte deutlich, dass sie keine Basis dafür sieht, warum die globale Antwort auf die beiden Regime unterschiedlich verlaufen sollte. Sie forderte die internationale Gemeinschaft auf, „zu schauen, welche Lösungen es gibt, damit alle Nationen die gleichen Rechte bei den Menschenrechten haben“. Dann sagte sie:“ Es ist an der Zeit, gegen die vielen Verbrechen gegen die Menschlichkeit aktiv zu werden, denn sie sind im Iran mittlerweile Normalität geworden.“

Dieser letzte Satz wird von dem Fakt unterstützt, dass die schlimmsten Aktivitäten des Regimes vor allem deshalb Normalität erlangen konnten, weil die internationale Gemeinschaft es straflos davon kommen ließ. Dies steht in starken Kontrast zu der Antwort, die damals gegen das Apartheidsregime in Südafrika gegeben wurde und welche mit dazu beitrug, dass das dortige Regime kollabierte und nach ausländischen Druck eine Reform erfolgte, nachdem die Welt klar gemacht hatte, dass es eine Trennung nach Rassen niemals tolerieren wird. Doch eine solche Nachricht wird nicht an das Regime gesendet und diese Stille lässt die Mullahs glauben, dass es im Ausland Angriffe starten kann, um sein unterdrückendes System zu sichern, weil es weis, dass es keine ernsthaften Konsequenzen von der Welt zu erwarten hat.

Dies war auch die Nebengeschichte eines versuchten iranischen Terroranschlags in der Nähe von Paris im Juni 2018. Wäre er erfolgreich gewesen, hätte der Bombenanschlag möglicherweise eine beliebige Anzahl der Zehntausenden Teilnehmern bei dem weltweiten Treffen vom NWRI getötet, einschließlich der gewählten Präsidentin des NWRI, Maryam Rajavi und Hunderte von politischen Würdenträgern aus den USA, Europa und der ganzen Welt. Der Mastermind dieser Verschwörung, ein hochrangiger iranischer terroristischer Diplomat, soll am 27. November vor Gericht stehen, aber das Regime selbst hat keine klaren Konsequenzen zu befürchten. Dieser Fall ist ein Beispiel für die Warnung von Frau Betancourts, dass die Interessen der westlichen Welt durch die Straflosigkeit des iranischen Regimes bedroht sind.


Diese Warnung zeigte sich neben der Rede von Frau Betancourts auch in dem Fakt, dass Menschen aus allen demokratischen Nationen und allen politischen Richtungen zusammen mit dem iranischen Volk auf der „Suche nach Gerechtigkeit und Freiheit“ sind, wie es der NWRI am vergangenen Dienstag dokumentiert hat und dass diese miteinander verbunden sind. In ähnlicher Weise schloss Dlamini-Mandela ihre Ausführungen bei derselben Veranstaltung mit den Worten: „Als globales Dorf sind wir alle dafür verantwortlich, an der Seite des iranischen Volkes im Kampf gegen Unterdrückung zu stehen“

Dieser Kampf führte bereits zu einem großen Blutvergießen und es wird noch mehr Blut vergossen werden. Wirtschaftlicher und diplomatischer Druck auf das klerikale Regime kann dies minimieren und es setzt auch die Bürger im Westen oder die Erlangung von Ressourcen unter ein kleineres Risiko. Das größere Risiko wäre jedoch, weiter nur als Zaungast dabei zu stehen, denn dies wird das Regime ermutigen, weiter seinen Terrorismus im Ausland voran zu treiben und es untergräbt auch die demokratischen und humanitären Prinzipien aller freien Nationen.

Daher ist es unerlässlich, das iranische Regime für seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen und das Recht des iranischen Volkes auf Widerstand und den Sturz des Regimes zu unterstützen.

 

Rebellische iranische Gesellschaft fordert westliche Politik auf, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen


Online – Konferenz des NWRI am 10. November 2020

Am letzten Dienstag veranstaltete der Nationale Widerstandsrat Iran eine Online- Konferenz zum Jahrestag des großen Aufstandes, der von den „Widerstandseinheiten“ der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) angeführt wurde, die zur zentralen Gruppen des NWRI gehört. Der Aufstand rief in mehr als 190 Städten und Dörfern explizit zum Regimewandel auf und auch die Konferenz demonstrierte, dass die folgende Unterdrückung durch die Regierung wenig daran geändert hat, diese Einstellung im Volk zu verändern.

Einige Teilnehmer dieser Konferenz verglichen die rebellische iranische Gesellschaft mit anderen Menschen, die in der Vergangenheit über tyrannische Regime gesiegt hatten. Zu ihnen gehörte Zamaswazi Dlamini-Mandela, die Enkeltochter von Nelson Mandela, die sagte:“ Die grauenvolle Krise, welche die Menschen im Iran ertragen müssen, erinnert mich an den Kampf erinnert mich an meine Großeltern, die gegen die Apartheid in Südafrika kämpfen mussten.“

Sie verglich auf der Konferenz am Dienstag nicht nur all die Ermordungen und die gewalttätigen Verhaftungen, sondern sie unterstrich auch, dass dieses Muster der Unterdrückung zu mehr als 120.000 Toten der MEK geführt hat, weil sie die Theokratie durch ein demokratisches System ersetzen wollten. Rund ein Viertel dieser Todesopfer stammt aus einem Zeitrum der Ermordungen in wenigen Monaten in 1988, als die Behörden des Regimes systematisch politische Gefangene hinrichten ließen, die sich loyal zur MEK bekannten.

Das Massaker setzte einen frühen Meilenstein für die Art von Brutalität, welche das iranische Regime gewillt ist, einzusetzen, um Dissidenten aller Art auszumerzen. Doch es zeigte auch schnell, welcher Widerstand im Volk entsteht, wenn eine solche Art der Repression angewendet wird. Das Massaker betraf primär die MEK und danach erklärte das Regime den Sieg über die Opposition und begann, ihre Reste als schlecht organisierten „Kult“ darzustellen. Doch der Fakt war, dass die MEK nicht nur das Massaker überlebte, sondern danach Stück für Stück immer mehr Popularität und organisatorische Stärke erlangte, bis mit Hilfe ihrer Führung der Aufstand vom November und ein ähnlicher Aufstand im Januar 2018 organisiert wurde.

Ereignisse wie diese haben hohen symbolischen Charakter für den iranischen Widerstand. Doch sie erinnern auch daran, dass ihr Potential das Regime dazu bringt, noch härtere Maßnahmen der Unterdrückung einzusetzen und dass es wieder in Richtung 1988 geht. Die Niederschlagung im letzten Jahr war die Brutalste, die jemals in so einem kurzen Zeitraum im Iran durchgeführt wurde. Innerhalb einer Woche erschossen die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) über 1500 Menschen, die an den Protesten teil genommen hatten.

Laut Aufzeichnungen von Krankenhäusern und Augenzeugenberichten, die an die MEK weiter geleitet wurden, erlitten 4000 weitere Demonstranten und Zaungäste der friedlichen Proteste schwere Verletzungen und 12.000 Menschen wurden verhaftet. Im September veröffentlichte Amnesty Internationalen einen Bericht, der detailliert einige der Folterungen beschrieb, die gegen diese verhafteten Demonstranten eingesetzt wurden und die immer noch eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Auspeitschungen, der Einsatz von Elektroschocks, Stresspositionen, sexuelle Gewalt und die Weigerung zur medizinischen Hilfe und Behandlung. Die Weigerung der medizinischen Hilfe hat vor allem in Zeiten von Covid 19 stark zugenommen, welcher durch das kriminelle iranische Justizsystem gefördert ungehindert in den Gefängnissen wütet.

Photo from Amnesty’s September report on Iran
Foto vom September – Bericht von Amnesty International über den Iran

Zur Zeit, als Amnesty den Bericht erstellte, zeigte Teheran offen seine Mißachtung der internationalen Sorgen über die Menschenrechtslage im Iran, indem es einen bekannten Athleten hinrichten ließ, der trotz internationaler Aufrufe zur Gnade in einem politisch motivierten Prozeß hingerichtet wurde. Leider ist seitdem wenig von der internationalen Gemeinschaft in der Hinsicht gekommen, die iranische Regierung für diese und anderen Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Inaktivität wurde in mehreren Reden auf der Konferenz am Dienstag verurteilt und beklagt.

Auch Dlamini-Mandela beklagte, dass Teheran bei zu vielen Gelegenheiten straffrei davon gekommen ist, dass „Verbrechen gegen die Menschlichkeit….zur Normalität im Iran geworden sind“. Ingrid Betancourt, eine frühere Politikerin aus Kolumbien, lobte zwar die westlichen Mächte und den Rest der internationalen Gemeinschaft für die Verurteilung der Ermordungen nach den November – Protesten, sagte aber auch „Verurteilen ist nicht genug“, sondern es müssten klare Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft verabschiedet werden, welche mehr Druck auf das iranische Regime ausüben, damit es vom Massaker an seinem Volk und seinen Dissidenten Abstand nimmt.


Die Unterstützer des iranischen Widerstandes stimmen auch darin überein, dass diese Art der Intervention wirtschaftliche, diplomatische und andere Maßnahmen enthalten muss, dies jedoch nicht unbedingt nötig sind, um das Volk auf seinem Weg zur Demokratie zu fördern. Sanktionen und das Schließen von Botschaften sind nur der Beginn eines langen Weges zu diesem Ziel und Dlamini-Mandela wies darauf hin, dass die fehlenden Maßnahmen gegen den Iran an die Aktionen erinnern, die lange Zeit demokratische Nationen gegen das Apartheid Regime in Südafrika unternahmen, vor allem vor 1994.
„Ähnlich wie in Südafrika hat auch das iranische Volk die internationale Gemeinschaft zu einem Boykott des Regimes bewegt und sich gegen Aktionen gewehrt, welche die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit diesem unterdrückenden Regime legitimieren”, sagte sie.

Doch Dlamini-Mandela betonte auch, dass der lange Kampf mehr an Fahrt aufnimmt, wenn es vor allem in den Ländern selbst Fortschritte gibt. „Das Apartheid – Regime war nicht in der Lage, die Würde und den Traum von einer gleichberechtigten Zukunft von Millionen Südafrikanern zu zerschlagen“, sagte sie und sie erneuerte auch ihre Ansicht, dass das iranische Volk den Aufstand vom letzten Jahr fortsetzen wird, egal welche Position die internationale Gemeinschaft einnimmt, so wie es schon so oft bei den zahllosen Niederschlagungen in der Vergangenheit der Fall war.

Sowohl im Iran als auch in Südafrika wird die internationale Gemeinschaft nicht den Ausgang des Kampfes um Gerechtigkeit bestimmen, aber sie wird festlegen, wie viel Blut vergossen wird. Wirtschaftliche Sanktionen und diplomatische Isolation beschränken die Kapazitäten des Regimes bei der Unterdrückung von Dissidenten und wenn das Volk entscheidet, wieder aufzustehen und erneut einen Regimewandel zu fordern. Und wenn das passiert, dann werden die westlichen Nationen eine Position der Entscheidung einnehmen müssen und ein für alle Mal klar stellen müssen, ob sie auf der richtigen Seite der Geschichte stehen wollen oder ob sie weiter mit einem blinden Auge auf die Ungerechtigkeiten schauen, wie es in der Vergangenheit zu oft bei den vielen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran der Fall war.

 

Iran: Coronavirus Update: Mehr als 155 500 Tote – 15. November 2020

Das Coronavirus hat das Leben von mehr als 155 500 in 465 Städten im ganzen Iran gefordert.

DIE ZAHL DER OPFER (STAND: 15. November 2020, 18:00 Uhr MEZ):

Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI / MEK) gab heute Nachmittag am 15. November 2020 bekannt, dass das Coronavirus das Leben  von mehr als  155 500 in 465 Städten im ganzen Iran gekostet hat . Zur Zahl der Todesfälle in verschiedenen  Provinzen sind zu rechnen: 37 891 in Teheran,      11 530 in Razavi Khorasan, 8 820 in Khusistan, 8 725 in Isfahan, 6 590 in Luristan, 6 407 in Mazandaran, 5 762 in Ost Aserbeidschan, 5 456 in Gilan,        5 134 in West Aserbeidschan, 4 230 in Fars, 3 985 in Hamedan, 3 393 in Kermanshah, 2 890 in Markazi (Zentraliran), 2 780 in Kurdistan, 2 685 in Yazd, 2 621 in Kerman, 1 699 in Bushehr, 1 590 in Qazvin, 1 385 in Ilam und 1 099 in Kohgiluyah und Boyer Ahmad. Hinzukommen die Meldungen aus anderen Provinzen