Start Blog Seite 418

Der Umgang des iranischen Regimes mit den Gefangenen in der Coronavirus Epidemie

Der Name eines weiteren Gefangenen, der von Sicherheitskräften des iranischen Regimes bei den Aufständen im Gefängnis von Ahvaz getötet wurde, wurde bekannt gegeben. Das Regime erschoss Gefangene, die friedlich für ihre Entlassung protestierten, weil sie Angst vor der Coronavirus Pandemie haben. Dies zeigt die wahre inhumane Natur des Regimes.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus im Iran hat das iranische Regime eine zweigleisige Strategie gefahren. Im Iran versucht es auf der einen Seite, durch Inaktivität und Vertuschungen die Menschen zurück zur Arbeit zu bringen, obwohl der Coronavirus immer noch im Land verbreitet ist. Auf der anderen Seite nutzt es das Virus als eine Möglichkeit, die Unterdrückung zu erhöhen. Außerhalb des Iran bringen die Mullahs ihre Beschwichtiger in Stellung, damit diese Krokodilstränen für das iranische Volk verschütten und die US Sanktionen für die hohe COVID-19 Todesrate verantwortlich machen.

Wenn man auf den Ausbruch des Coronavirus in den Gefängnissen des Regimes schaut, dann sieht man nirgends so drastisch, wie scheinheilig die Behauptungen des Regimes sind, dass es alles unternimmt, um den Menschen zu helfen und dass nur die „Sanktionen“ die Mullahs daran hindern, sich mit „vollem Herzen“ um das Volk zu kümmern.

Hier einige Beispiel dafür, was in den iranischen Gefängnissen passiert:

  1. Das iranische Regime ließ Mostafa Salimi hinrichten, einen Gefangenen, dem es gelang, bei der Rebellion im Gefängnis von Saqqez zu fliehen.
  1. Es gab mindestens 13 Aufstände in den Gefängnissen im Iran
  2. Am 30 und 31. März, als im Südwesten des Iran Aufstände in den Gefängnissen statt fanden, griff das Regime die Gefangenen und ihre Angehörigen brutal an. Sicherheitskräfte reagierten Ende März durch den Einsatz scharfer Munition und Tränengas. Laut der Angehörigen der Gefangenen sind Duzende Insassen an dem Tränengas erstickt oder sie sind verbrannt, weil in den Gefängnissen wegen des Ausbruchs von Covid-19 und der schlechten Bedingungen Aufstände ausbrachen.
  3. Amnesty International sagte, dass es wahrscheinlich ist, dass mindestens 36 Gefangene von Sicherheitskräften des Regimes ermordet wurden, um weitere Aufstände zu verhindern, die in mindestens acht Gefängnissen im Iran statt fanden.

Am 15. April 2020 sagte Shahin Gobadi, ein Mitglied des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) im Komitee für auswärtige Angelegenheiten:“ Laut mehrerer Berichte, die wir aus verschiedenen Gefängnissen im Iran durch Augenzeugenberichte, Aussagen von Angehörigen der Gefangenen und internen Berichten aus dem iranischen Regime über das Netzwerk der Volksmojahedin Iran im Iran erhalten haben, ist eine alarmierend große Zahl von Gefangenen mit dem Coronavirus infiziert worden. Zu ihnen gehören unter anderem das Evin Gefängnis und das Fashafouye Gefängnis im Großraum Teheran.“

In einem Webinar am 14. April zeigte der frühere politische Gefangene Gobadi auf, wie die iranischen Behörden die wahre Zahl der Todesfälle vertuschen und wie Informationen über den Ausbruch des Coronavirus in den Gefängnissen blockiert werden.

„Die Beschreibung der kritischen Situation in den Gefängnissen basiert auf verlässlichen Augenzeugenberichten. Es gibt in mindestens acht Gefängnissen Proteste gegen die Ausbreitung des Virus sowie fehlende minimale Sicherheitsstandards und die Ablehnung der Freilassung von Gefangenen“, sagte Gobadi.

„Ich habe mehrere Monate in einer 6 Meter großen Einzelzelle verbracht, wo es an minimalsten sanitären Einrichtungen mangelte. In den ersten Tagen wurde ich zu langen Verhören aus dieser Zelle geholt, in der ein dreckiger Teppich war und wo ständig Wasser tropfte. Ich wusste nicht, welches Schicksal mich erwartet. Ich konnte keine Wärter in den Gängen sehen, weil meine Augen stets verbunden waren. Es gab kein Reinigungsmittel. Die Waschanlagen und die Toiletten waren in einem katastrophalen Zustand. Ich konnte nicht einmal in den Gefängnishof gehen, um wenigstens einmal am Tag den Himmel zu sehen“, sagte der politische Gefangene.

„Die Gefangenen, die positiv auf den Covid-19 Virus getestet werden, kommen in Räume, in denen die politischen Gefangenen sitzen, zum einen, um Angst zu erzeugen und zum anderen, um die Politik des stillen Massakers aufrecht zu erhalten.“ ergänzte er.

Das iranische Regime und seine Beschwichtiger wollen in krimineller Weise den Ausbruch des Coronavirus nutzen, um den internationalen Druck auf eine Aufhebung der Sanktionen zu erhöhen, damit die wütende iranische Gesellschaft weiter unterdrückt und kontrolliert werden kann.

Das Regime versucht zudem, eine Aufhebung der Sanktionen zu erreichen, damit es weiterhin seine Terroristen und den Export von Chaos finanzieren kann. Berichte aus den Quds Force in den Islamischen Revolutionsgarden, welche in den Besitz der MEK gelangten, zeigen, dass weiterhin Geld an die Hisbollah im Libanon transferiert wird. Ein Teil des Geldes wird in speziellen Paketen und Koffern transportiert, welche Offiziere des Geheimdienstes in den Quds Force bei Flügen aus Teheran in den Libanon mitnehmen. Diese Aktion sorgte dafür, dass sich der Virus im Libanon ausbreitete.

Aus diesem Grund sagte Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI:“ Heute ist der Regimewandel im Iran nicht mehr nur eine Frage von Freiheit und Demokratie im Iran, sondern auch der Gesundheit jedes einzelnen Bürgers im Iran geworden. Hinzu kommt der Schutz ihrer Häuser, Städte und Dörfer von Naturkatastrophen.“

 

Vertrauliche Anweisung der Kommandozentrale des iranischen Regimes für Kommunikationen und Rechtssicherheit

Vertrauliche Anweisung der Kommandozentrale des iranischen Regimes für Kommunikationen und RechtssicherheitNationaler Widerstandsrat des Iran – Ausschuß für Sicherheit und zur Bekämpfung des Terrorismus

24 bindende Anweisungen an alle Einheiten zur Beschränkung der Internet-Kommunikation und zur Vermeidung von Lücken der Vertraulichkeit

– Nach der Verbreitung einiger organisatorischer Dokumente durch den Stab der Staatssicherheit teilen Sie zur Vermeidung weiterer Versäumnisse der Sicherheit den Ihnen unterstellten Agenten die folgenden Schutzmaßnahmen mit und beaufsichtigen Sie ihre sachgemäße Befolgung:

– „Verbot der Mitgliedschaft in jedweder feindlichen (Internet-)Gruppe, die mit konterrevolutionären politischen Strömungen verbunden ist.“

– „Enthalten Sie sich der Besorgung ‚organisatorischer Information‘, ‚jeglicher Information, die Unruhe in der Bevölkerung oder zwischen den Menschen und den bewaffneten Streitkräften und der Regierung hervorruft‘ sowie ‚jeglicher Information, die zwischen den bewaffneten Organisationen Spannungen hervorruft‘.“


Die Übersetzung des Dokuments finden Sie unten:

Klassifikation: vertraulich
Datum des Briefes: 5. April 2020
Sofort
Befehle
Datum der Erfüllung: 6. April 2020
Von: …
An: Das Büro der Prävention
Von: ICT (Kommando für Mitteilungen und Sicherheit der Polizei)
An: …
Betreff: Teilnahme von Angestellten an den sozialen Netzwerken und ihr Gebrauch des Internets (Rundschreiben)

A: Schutzmaßnahmen für die Mitglieder des Stabs und persönlichen Gebrauch der sozialen Netzwerke:

1. Vermeiden Sie bei der Registrierung in den sozialen Netzwerken und ihrem Gebrauch den Einsatz von Beglaubigungen (Fotos, Berufsbezeichnung, Angebe der Position etc.)

2. Vermeiden Sie den Gebrauch von Schlüsselwörtern, die auf Angelegenheiten der Sicherheit bezogen sind oder Titel darstellen.

3. Vermeiden Sie die Gründung einer sozialen Gruppe, die nur aus Personal der Verstärkung des Rechts, Mitgliedern des Sicherheits-personals oder Kollegen besteht.

4. Vermeiden Sie die Verbreitung jeglichen militärischen Materials, das auf die Bewaffneten Streitkräfte bezogen ist.

5. Vermeiden Sie, wenn Sie kommentieren, jede Information, die auf Tätigkeiten der Verstärkung des Rechts bezogen ist.

6. Werden Sie nicht zum Mitglied irgendeiner oppositionellen Gruppe oder einer Gruppe, die mit abweichenden und konterrevoluti-onären politischen Strömungen zu tun hat.

7. Vermeiden Sie Wertschätzung gegenüber dem Inhalt anonymer Seiten oder Seiten, die mit abweichenden oder konterrevolutionären politischen Strömungen zu tun hat.

8. Vermeiden Sie die Verbindung mit gefilterten sozialen Netzwerken, die durch das Gesetz über Computer-Verbrechen verboten wurde.

9. Vermeiden Sie die Kommunikation mit Firmen, Institutionen und Ausländern über die sozialen Netzwerke.

10. Vermeiden Sie die Kommunikation zwischen einem persönlichen Account und einer organisatorischen E-mail.

11. Vermeiden Sie den Gebrauch der sozialen Netzwerke am Arbeitsplatz.

12. Vermeiden Sie bei der Registrierung von Kontakten die Erwähnung militärischer Ränge, Titel und Institutionen.

B: Sicherheits-Richtlinien zur Verhinderung der Produktion, Einführung und des Austausches von Informationen einschließlich der folgenden in den sozialen Netzwerken:

1. Jede Information über die Organisation.

2. Informationen, die der heiligen Scharia des Islam und der Politik der Islamischen Republik des Iran (IRI) sowie den Regeln der Bewaffneten Streitkräfte (AF) zuwiderlaufen.

3. Informationen, die im Volk oder zwischen dem Volk und den AF sowie der Regierung Spannung hervorrufen.

4. Informationen, die zwischen Organisationen der AF Spannungen hervorrufen.
5. Informationen, die ethnische und religiöse Spannungen hervorrufen.

6. Informationen, die natürliche oder rechtliche Personen entwerten.

7. Öffentliche Meinungsumfragen oder Sammlung von Nachrichten und Informationen zu Angelegenheiten der AF und der IRI sind im Internet verboten.

8. Verboten ist der Kontakt mit sozialen Medien, die gefiltert werden – der nach dem Computer-Strafrecht verboten ist.

9. Verbot von Kommunikationen mit Firmen, Institutionen und Ausländern über die sozialen Netzwerke.

10. Enthalten Sie sich der Kommunikation zwischen einem persönlichen Account und dem e-mail-Account einer Organisation.

11. Verbot des Gebrauchs und der Ausbeutung persönlicher sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz.

12. Verbot der Registrierung von Kontakten mit militärischen Titeln und Institutionen.

Direktor des ICT

Empfänger –

– Sondereinheit für Polizeistationen und Kontrollpunkte
– Direktorium der Justiz
– Kommando für Logistik
– Kommando für das Ingenieurswesen
– Ermittlungspolizei
– Inspektion
– Menschliche Ressourcen
– Operatives Direktorium
– Vermögen
– Training Manager

[Ende des Dokuments]

Diese Anweisung illustriert deutlich, daß das Mullah-Regime über die vom iranischen Widerstand vorgenommenen Enthüllungen des Ausmaßes der Katastrophe des Coronavirus sowie die Enthüllung der repressiven Rolle der Sicherheitskräfte und des Militärs unter dem Kommando des Höchsten Führers entsetzt ist.

Parallel mit diesen Anweisungen verhaftet das Regime weiterhin unschuldige Menschen unter dem Vorwand, sie verbreiteten Gerüchte über das Coronavirus. Am 16. April sagte Bakhshali Kamrani, Brigadegeneral der Revolutionsgarden und Polizeichef der Provinz Hamedan: „Es wurden in dieser Provinz 48 Personen, die Gerüchte über das Coronavirus verbreitet hatten, von Polizeiagenten der FATA identifiziert und verhaftet“ (Staatliche Nachrichtenagentur ROKNA am 16. April).

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
Ausschuß für Sicherheit und zur Bekämpfung des Terrorismus
den 17. April 2020

Frage und Antwort mit Shahin Gobadi: Die Verbreitung des Coronavirus und die vom Regime betriebene Vertuschung

Nach verschiedenen Berichten aus Gefängnissen des Iran – von Augenzeugen, Verwandten der Häftlinge und Auskünften, die das Netzwerk der Organisation der Volksmojahedin des Iran vom Regime erhalten hat – ist im Lande eine alarmierende Zahl von Häftlingen mit dem Coronavirus infiziert worden – in Gefängnissen wie etwa dem Evin- oder dem Fashafoye-Gefängnis in Groß Teheran.

Es handelt sich um Dokumente der Organisation gegen nationalen Notstand im Iran; sie wurden im Lande vom Netzwerk der PMOI erworben. Sie zeigen deutlich, daß sowohl Häftlinge als auch Gefängniswärter vom Coronavirus infiziert wurden; die Gefahr für ihr Leben nimmt zu. Das Regime hat jedwede Hilfe für die Häftlinge verhindert; selbst das Notwendigste wie Schutzmasken und Desinfektionsmittel fehlt. Die Situation ist so ernst, daß – Augenzeugen zufolge – in mindestens acht iranischen Gefängnissen die Häftlinge gegen die Lage und gegen den Geist des Virus in den Gefängnissen rebelliert haben. Mindestens in sechs Gefängnissen haben infolgedessen das Regime und das IRGC Häftlinge erschossen.

Es sind Dutzende von Häftlingen getötet und Hunderte verletzt worden. Wie Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, schon bei verschiedenen Anlässen betont hat, sollte die internationale Gemeinschaft, besonders die Vereinten Nationen, in den Iran eine Ermittlungs-kommission senden, um die Lage der Häftlinge, vor allem der poli-tischen Gefangenen, zu untersuchen und desgleichen die Kranken zu besuchen und dahingehend Druck auf das iranische Regime auszuüben, daß es die Häftlinge, vor allem die politischen Gefangenen, entläßt. Die Lage der Häftlinge im Iran, besonders der politischen Gefangenen gleicht angesichts des Coronavirus einer Zeitbombe.

MEK Mitglied entlarvt die Wiederholung von Lügen des Regimes in der NYT

Wie ich von der New York Times vernommen wurde
Herr Mohammad Shafaei, Mitglied der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK), hat in einem Artikel, der auf der Internetseite Issues and Insights veröffentlicht wurde, die Unterstellungen entlarvt, die vor einiger Zeit in diesem Jahr von der New York Times gemacht wurden. Der Artikel in der Times war einer in einer Serie von Hetzartikeln von regimefreundlichen Journalisten, die sich dazu entschlossen haben, die ethischen und moralischen Prinzipien des Journalismus zu brechen und die Unterstellungen nachzubeten, die das Mullah Regime seit vier Jahrzehnten gegen die MEK vorbringt.
„‚Sagen Sie Ihrem Befehlshaber etwas über ihre sexuellen Gedanken?‘, ‚Sagen Sie ihrem Befehlshaber etwas über Ihre Geheimnisse‘, ‚Glauben Sie, dass eine autoritäre Organisation wie die MEK dem Iran Demokratie bringen kann?‘ ‚Einer ihrer Freunde hat uns schon gesagt, dass er seine sexuellen Gedanken seinen Befehlshabern eingesteht. Und Sie?‘“, schreibt Herr Shafaie und vergleicht die Fragen, die vom Journalisten der NY Times gestellt wurden mit denen der Vernehmungsleute der Mullahs.
„Lassen Sie sich nicht täuschen! Das ist keine Episode aus ‚Law & Order‘ [kein Ausschnitt aus einer polizeilichen Vernehmung]. Es sind wirklich Fragen eines Korrespondenten der New York Times, nämlich von Patrick Kingsley, als er mich im Januar besucht hat in Ashraf 3, das nordwestlich der albanischen Hauptstadt Tirana liegt, wo seit 2016 Tausende Mitglieder der iranischen Opposition wohnen nach Versuchen Teherans, uns auszulöschen, als wir im Irak wohnten“, fährt er fort.
„Ich konnte nicht anders als das Vorgehen der Times als schauerliche Erinnerung an die Vernehmungsmethoden des Regimes anzusehen. Als sie zwei meiner Freunde verhafteten, folterten sie sie, um Informationen über andere Mitglieder des Widerstands zu bekommen. Sie sagten zu einem von ihnen, dass sein Freund schon alle Informationen preisgegeben habe, deshalb solle er auch Informationen über die anderen weitergeben“, schreibt das Mitglied der MEK.
In Bezug auf seine persönliche Geschichte und das Martyrium seiner ganzen Familie schreibt Mohammad Shafaei: „Ich war 8 Jahre alt, als das Regime 1981 sechs Mitglieder meiner Familie hinrichtete, weil sie die oppositionelle Mujahedin-e Khalq (MEK) unterstützten. Die sechs waren mein Vater Dr. Morteza Shafaei, meine Mutter, zwei Brüder (einer war erst 16), meine Schwester und mein Schwager. Nach der Flucht aus dem Iran zog ich in die USA und wohnte in Greensboro, North Carolina. Ich war ein guter Medizinstudent an der Universität von North Carolina in Greensboro und hatte alle Möglichkeiten offen vor mir. Als es mir wirtschaftlich gut ging, entschloss ich mich, dieses Leben der Aufgabe zu widmen, meinem Volk im Iran die Freiheit zu bringen“.
Nachdem er die Entscheidungsfreiheit betont hat, die alle Mitglieder der MEK hatten und immer noch haben im Kampf gegen das Kleriker Regime, geht Mohammad auf den Prozess der Entscheidung für den Kampf für die Freiheit in den Reihen der MEK ein. Er schreibt: „Ich habe mein Studium 1995 abgebrochen, um mich dem iranischen Widerstand anzuschließen. Das 25minütige Interview der Times mit mir war mehr so etwas wie eine strafrechtliche Befragung, voll von schmerzhaften Unterstellungen gegen mich und meine Überzeugungen, und eine erniedrigende gerichtliche Untersuchung über mein persönliches Leben. Ich habe auf alle Anschuldigungen geantwortet; ich habe nichts zu verbergen. Die Times hielt sich nicht damit auf, meine Antworten und Richtigstellungen zu veröffentlichen. Das hat mich nicht überrascht. Als er sich im Lager aufhielt, besuchte der Korrespondent der Times das dortige Museum, das unter anderem eine Gedenktafel für die 1500 iranischen Protestierer enthielt, die im November vom Regime umgebracht worden sind. In ihrer Reportage unterlässt es die Times, diese Tragödie zu erwähnen oder das Opfer von Hunderttausenden – einschließlich meiner Familie – seit die Mullahs vor vier Jahrzehnten die Macht ergriffen haben“.
„Ich werde nie die letzten Augenblicke mit meiner Mutter vergessen. Als die Revolutionsgarden (IRGC) unsere Wohnung aufsuchten und meine Mama verhafteten, sagte sie zu mir, dass sie nie zurückkommen werde. Später fand ich heraus, dass sie sie zur Hinrichtung geführt hatten. Sie hatten ihr gesagt, wenn sie wieder mit mir und meinem Vater leben wolle, müsse sie ein TV Interview geben, in dem sie die MEK und ihren Kampf für die Freiheit denunziert. Sie wies das zurück und zahlte den Preis mit ihrem Leben“, schreibt er über seine letzte Begegnung mit seiner Mutter.
„Wenn die Times über die Geschichte meiner Mutter erzählt hätte, hätten sie sie dort wahrscheinlich als kaltherzige Mutter beschrieben, die sich nicht um ihren 8jährigen Jungen gekümmert hat. Obwohl die Entscheidung meiner Mutter, ihr Leben zu opfern, so quälend für mich war, bin ich sehr stolz auf sie. Seit Jahren verteidigt die Times die US Außenpolitik des Appeasements gegenüber den Mullahs, die im Iran herrschen. Derweil hat das iranische Volk 2018 seinen Wunsch nach einem Regimewechsel demonstriert und neuerdings auch bei den Aufständen im November 2019 und im Januar“, so Shafaie.
„Indem sie die falsche Darstellung vertritt, dass es keine gangbare Alternative für das Regime gebe und die MEK dämonisiert, versucht sie, Präsident Trumps Kampagne des Drucks auf das Mullah Regime zu unterminieren. Im besten Fall ist dies eine absichtliche Blindheit gegenüber der Wirklichkeit auf dem Boden des Iran. Im schlimmsten Fall ist es eine ungeheuerliche und beleidigende Art der Zensur, eine Verdrehung der Wahrheit, um eine politische Agenda durchzuziehen, bei der Millionen von Leben auf dem Spiel stehen“, schließt Mohammad Shafaei und kommentiert damit die Kampagne der Apologeten des Regimes, die die falsche Behauptung verbreiten, es gebe keine gangbare Alternative zum Mullah Regime, und dezidiert den Wunsch des iranischen Volkes nach Freiheit und Demokratie und die Existenz einer gangbaren Alternative wie die MEK übergehen.

Iran: In insgesamt 294 Städten hat die Zahl der Todesfälle 30 000 überschritten

Vertuschung aus Angst vor einem Aufstand des Volkes
Die Website der Einwohnermeldeämter ist geschlossen; den medizinischen Universitäten wurde die Herausgabe von Statistiken verboten

Am Donnerstag, den 16. April 2020 gab die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) bekannt, daß der vom Coronavirus geforderte Todeszoll in insgesamt 294 Städten die Zahl 30 000 überschritten hat. Die Zahl der Todesfälle beträgt in der Provinz Teheran 4 970, in Qom 2 810, in Isfahan 2 145, in Mazandaran 1 910, in Alborz 1 135, in Golestan 1 050, in Ost-Azerbaijan 950, in Kermanshah 845, in Fars 790, in Hamedan 750, in Kurdistan 490, in der Zentralprovinz 490, in Zanjan 450, in Nord-Khorasan 315, in Chaharmahal und Bakhtiari 276, in Ilam 250, in Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad 170 und in Süd-Khorasan 105.

Das religiöse Regime hat beispiellose Maßnahmen ergriffen, um die schwankenden Zahlen der Todesfälle zu vertuschen; denn es hat Angst vor dem Zorn des Volkes und vor Aufständen. Auf Anordnung des Geheimdienstministeriums wurde das Internet-Portal der Einwohnermeldeämter des Landes geschlossen; damit soll verhindert werden, daß Informationen über die Zahl der Todesfälle durchsickern. Das Teheraner Einwohnermeldeamt, das in jedem Monat eine Liste der Todesfälle der Provinz veröffentlicht, hat dies im März 2020 unterlassen. In den ersten 11 Monaten des letzten iranischen Kalenderjahres (das am 20. März 2020 endete) wurde die Tabelle veröffentlicht. Nun teilt die offizielle Nachrichten-agentur des Regimes mit: „Vor drei Tagen verweigerten die medizinischen Wissenschaften Statistiken über die durch das Coronavirus bewirkten Infektionen und Todesfälle in jeder Provinz.“

Gestern sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, ein Drittel der in den letzten beiden Tagen geschehenen Todesfälle habe sich in Teheran ereignet; man denke dabei an die Überlastung des öffentlichen Verkehrs in der Hauptstadt. Inzwischen hat heute Alireza Zali, der Leiter der in Teheran ansässigen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Coronavirus, gegenüber der staatlichen Tageszeitung „Vatan Emrouz“ gesagt: „Während der vergangenen 24 Stunden wurden weitere 399 Patienten wegen Ansteckung mit dem Coronavirus in Teheraner Krankenhäuser gebracht.“

Die Proteste gegen die Weigerung Ali Khameneis, Geld aus den von ihm und dem IRGC kontrollierten Konglomeraten und Kartellen zur Verfügung zu stellen, halten an. Gestern sagte Mostafa Kavakebian in einer vor dem Parlament gehaltenen Rede: „Ich habe vor einem Monat gefragt, warum die der Regierung verfügbaren Ressourcen wie die der Mostafazan-Stiftung (‚Stiftung der Gedemütigten‘), die des Hauptquartiers zur Ausführung des Befehls von Imam Khomeini und die der Astan-e-Quds-Razavi-Stiftung nicht in Anspruch genommen werden. … Es wird Zeit, daß alle Institutionen der Regierung und außerhalb ihrer, wie die riesigen staatlichen Firmen, Hilfe leisten. … Wenn wir an eine Beschwerde denken, dann wäre deren bedeutendster Punkt die Frage, warum die Regierung und das Innenministerium, obwohl sie sich des Coronavirus bewußt waren, am 21. Februar 2020 die Parlamentswahl gleichwohl stattfinden ließen.“

Gestern sagte Gholamreza Heydari, ein weiterer Abgeordneter des Parlaments, während derselben Sitzung: „Die Vermögen dieser Insti-tutionen sind Eigentum des Volkes, des Landes. Es ist nur recht und billig, daß die Mostazafan-Stiftung, das Hauptquartier zur Ausführung des Befehls von Imam Khomeini und die verschiedenen Astan-Konglomerate mit ihren finanziellen Ressourcen das Volk freiwillig unterstützen und dabei nicht so tun, als handle es sich um einen Gefallen oder einen karitativen Akt.“ Heydari, dessen Rede von der offiziellen staatlichen Nachrichtenagentur ILNA veröffentlicht wurde, fuhr fort: „Der Gebrauch dieser Vermögen erfordert einen Befehl Khameneis.“

Eine andere Entwicklung: Heute schrieb die staatliche Tageszeitung „Arman“ über arbeitende Kinder und die Möglichkeit ihrer Ansteckung: „Wir können nicht zu Hause bleiben, denn der Hunger ist tödlicher als das Coronavirus, und ihr könnt nicht mit leerem Magen in Quarantäne bleiben.“ Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind 409 000 arbeitende Kinder identifiziert worden; die meisten von ihnen arbeiten als Hausierer, die Blumen verkaufen, Wahrsager und Abfallsammler. Kinder, die Abfall sammeln, arbeiten in diesen Tagen immer noch; man sieht, wie sie in jeder fünften Mülltonne nach Abfall suchen.“

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), kommentierte die Tatsache, daß der vom Coronavirus geforderte Todeszoll die Zahl 30 000 über-schreitet, die bestürzende, herzzerbrechende Lage der arbeitenden Kinder und die Infektion vieler von ihnen mit den Worten, das Massaker an den tapferen MEK und der rebellischen Jugend durch die religiöse Theokratie dehne sich nunmehr aus auf den Massenmord an den Kindern der Nation – und das mitten in der Tragödie des Coronavirus. „Der einzige Ausweg besteht in der Absetzung des üblen religiösen Regimes und der Reinigung unserer Heimat vom Virus des Corona und vom Virus der Mullahs.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 16. April 2020

Aktuelle Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus im Iran; Stand 15. April 2020, 18 Uhr CEST mehr als 29 000 Todesfälle

Am 15. April 2020, gab die „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI)“ bekannt, daß das Coronavirus in insgesamt 278 Städten des Iran mehr als 29 000 Menschen das Leben gekostet hat.

Zu den in verschiedenen Provinzen Gestorbenen gehören: 4 700 in Teheran, 2 750 in Qom, 2 120 in Isfahan, 1 190 in Khuzestan, 1 030 in Golestan, 880 in Ost-Azerbaijan, 775 in West-Azerbaijan, 770 in Fars, 660 in Lorestan, 490 in Semnan, 470 in Markazi (Zentral), 170 in Bushehr und 85 in Hormozgan. Hinzu kommen die in anderen Provinzen gezählten Fälle.

Das iranische Regime benutzt das Coronavirus eher dazu, die Menschen zu kontrollieren, als sie davor zu schützen


Der Coronavirus Ausbruch im Iran könnte der schlimmste in der Welt sein. Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) gab am Dienstag bekannt, dass mehr als 28 200 Menschen bis jetzt ihr Leben verloren haben. Während aber andere Länder ehrgeizige und im Allgemeinen sehr wirksame Maßnahmen zum sozialen Abstand ergriffen haben, gehen die Iraner am Samstag zurück zur Arbeit nach einer kurzen landesweiten Einstellung der wirtschaftlichen Aktivitäten. Jetzt gehen Hunderttausende ein gewachsenes Risiko des Todes oder dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigungen ein, nur weil das iranische Regime verzweifelt an der Macht bleiben will.
Jahr um Jahr und Monat um Monat sind die Bedrohungen für diesen Machterhalt gestiegen. Iraner aus allen Schichten gingen Ende 2017 und Anfang 2018 auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren und „Tod für den Diktator“ zu rufen, als Armut und Arbeitslosigkeit im ganzen Land um sich griffen. Seither sind die wirtschaftlichen Bedingungen nur noch schlimmer geworden und der öffentliche Zorn richtet sich weiter gegen das Missmanagement und die Korruption im Regime, so dass im November 2019 erneut ein landesweiter Aufstand ausgebrochen ist.
Die Zeit dazwischen, das ganze Jahr 2018 wurde von der iranischen Oppositionsführerin Maryam Rajavi als ein „Jahr voller Aufstände“ für die iranische Bevölkerung charakterisiert. Verstreute Proteste hielten die Botschaft eines Regimewechsels und einer demokratischen Regierungsform am Leben, die mit dem ersten landesweiten Aufstand in den Mainstream eingegangen war. Es war dann die gleiche Botschaft, die im November 2019 mit nationaler Reichweite wieder aufgegriffen wurde.
Die Parole „Tod dem Diktator“ kennzeichnete auch die studentischen Proteste im Januar, die aus Mahnwachen wegen des internationalen Linienfluges 752 der Ukraine, der vom Corps der Islamischen Revolutionsgarden abgeschossen wurde, hervorgegangen ist. Zunächst versuchten die iranischen Behörden den Vorfall zu vertuschen. Die öffentliche Reaktion trug dazu bei, die Tiefe des Misstrauens deutlich zu machen, die die Iraner gegenüber ihrem Regime und seinen staatlichen Medien empfindet.
Dieses Misstrauen war im vergangenen Monat auch Thema in dem Bericht eines Thinktanks, der mit dem Obersten Führer Khamenei in Verbindung steht, nämlich von Asra. Darin wurde festgestellt, dass auf die traditionellen Institutionen des Regimes nicht länger Verlass ist im Hinblick auf die Kontrolle der Reaktion der Öffentlichkeit auf Krisen wie der, der das Land jetzt gegenübersteht. Vor diesem Hintergrund mahnt Asra die Behörden, sich auf eine neue Konfrontation mit der Öffentlichkeit dadurch vorzubereiten, dass die repressiven Kapazitäten ausgebaut werden und dass sie ihr Möglichstes tun, um unabhängigen Quellen der Information wie Internet und soziale Medien das Wasser abzugraben.
Eben diese Empfehlungen haben klare Parallelen in den aktuellen Schritten, die das Regime seit dem Beginn des Ausbruchs des örtlichen Coronavirus unternommen hat. Zum einen hat Khamenei das IRGC und das Militär beauftragt, mit der Reaktion fertig zu werden, wobei er ihnen merklich größere Machtbefugnisse in allen Belangen der iranischen Gesellschaft gegeben hat. Diese Machtbefugnisse wurden entsprechend genutzt bei einem erneuten Vorgehen gegen die freie Meinungsäußerung, darunter die von Ärzten, die versuchten, vor dem Ausmaß der COVID-19 Krise zu warnen.
Laut den offiziellen Registrierungen des Regimes sind seit Ende Februar etwas mehr als 4600 Iraner an der Krankheit gestorben. Jedoch nähert sich laut Dokumenten und Aussagen von Augenzeugen, die von der MEK gesammelt wurden, die derzeitige Zahl der dadurch Verstorbenen sehr schnell der Zahl 29 000, wie es der Nationale Sicherheitsrat Iran veröffentlicht hat. Die NWRI schätzt außerdem, dass die Zahl der Ansteckungsfälle in Millionenhöhe liegt.
Das steht im Einklang mit Szenen, die von Iranern, die medizinische Berufe ausüben, geschildert werden – Szenen eines überforderten Gesundheitssystems mit Dutzenden Patienten, die an einem Tag in einem einzigen Krankenhaus sterben. Dies sind die Umstände, unter denen Millionen Iraner gezwungen werden, am Samstag wieder die Arbeit aufzunehmen. Ihre Zurückweisungen der staatlichen Medien und der Autorität des Regimes, legen es nahe, dass wahrscheinlich nur wenige dieser Menschen die iranischen Amtsträger ernst nehmen, wenn sie sagen, dass es sicher sei, zur Arbeit zurückzukehren. Viele werden es aber dennoch tun, weil sie einfach keine andere Wahl haben.
Es ist ein trauriger Befund, dass die große Mehrheit der iranischen Bevölkerung schon finanziell angeschlagen war, bevor das Coronavirus die Einstellung der Tätigkeit in ihrem Land erzwungen hat. Was aber noch trauriger ist, ist der Umstand, dass das Regime wenig Interesse daran hat, diese Bedingungen zu erleichtern. Das Mullah Regime hat nur etwa 0,2 Prozent des BSP für Initiativen aufgewendet, die Iraner in der gegenwärtigen Krise unterstützen sollen. Der Oberste Führer hat sich wochenlang dagegen gesträubt, nur eine Milliarde Dollar von den Hunderten von Milliarden, über die er verfügt, freizugeben.
Zur gleichen Zeit wiesen er und andere Amtsträger ausdrücklich Angebote ausländischer Hilfe im medizinischen Bereich zurück. Damit hat er sehr deutlich jeden Zweifel darüber beseitigt, wo die Prioritäten des Regimes liegen. Es will den Menschen nicht helfen, es will sie kontrollieren. Das will es jetzt mehr als je zuvor, nachdem sich die Öffentlichkeit mindestens zweimal innerhalb von zwei Jahren gegen das Regime erhoben hat. Um sein Ziel zu erreichen, wird das Regime es zulassen, dass eine große Zahl an Menschen stirbt.
Die Optionen für das Regime sind sehr begrenzt. Es könnte Hilfe annehmen und für die Öffentlichkeit mehr Geld freigeben. Wenn es das aber täte, würde es Geldsummen ausgeben, die für seine Strategie zur Unterdrückung der Opposition lebenswichtig sind. Nach der Warnung seines Amtsträgers vor einem drohenden Aufstand braucht das Regime dieses Geld mehr als je zuvor.
Eine Alternative bestünde darin, die Menschen zuhause zu lassen, um das Coronavirus zu meiden. Aber ohne eine Unterstützung durch die Regierung, würde es nur wenige Tage brauchen, bis in der Bevölkerung Unruhen von hungrigen und mittellosen Menschen entstehen würden. Um deshalb die Ausbreitung solcher Unruhen hinauszuzögern, zwingen die iranischen Amtsträger sie, hinauszugehen und einander selbst zu unterstützen auch mit dem Risiko, dabei zu sterben. Denn für das Regime ist eine von der Krankheit heimgesuchte Bevölkerung besser als eine, die das theokratische Regime herausfordert.

Frauen die Hauptopfer des Coronavirus und des repressiven iranischen Regimes

Ein Sektor der Gesellschaft, der doppeltem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt wird – das sind die annähernd vier Millionen Frauen, die ihre Familien ernähren müssen; die meisten von ihnen leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Ihre Situation ist so verheerend, daß sogar staatliche Medien von ihrem Los berichten. Am Montag, den 13. April 2020 schrieb die staatliche Tageszeitung „Javan“: „Einer der durch die Verbreitung des Coronavirus wirtschaftlich am schlimmsten Sektoren – das sind die weiblichen Haushalts-Vorstände … Ihr wahres Leiden zeigt sich, wenn man sie in der U-Bahn unter den Hausierern erblickt; sie tragen schwere Gegenstände von einem Wagen zum nächsten und versuchen, sie an Passantinnen zu verkaufen, weibliche Haushaltsvorstände, wie sie in unterirdischen Läden arbeiten, entweder weil sie ihre Ehemänner verloren haben oder weil es ihnen an Hilfe mangelt, desgleichen auch Mädchen, die sich selbst versorgen müssen und in solch einer Situation sehr verwundbar sind.“

Am 24. März 2020 schrieb die staatliche Nachrichtenagentur IRNA in einer Geschichte über 33 000 weibliche Haushaltsvorstände in Khuzestan: „Ein Bericht über 140 Frauen, die in Heimarbeit, als Hausiererinnen oder Handwerkerinnen tätig sind, zeigt, daß der auf sie ausgeübte große finanzielle Druck sie in Stress und Depression bringt, so daß einige bereits von Selbstmord sprechen. …
Frauen, die einen Haushalt versorgen müssen, sind im allgemeinen unterernährt und daher sehr anfällig.“

Die Zahl der von Frauen angeführten Haushalte nimmt im Iran exponentiell zu. Nach der Wohlfahrtstatistik des Regimes, die die staatliche Tageszeitung „Shahrvand“ am 10. Juli 2018 veröf-fentlichte, hatte in den vorigen 10 Jahren die Zahl der weiblich geführten Haushalte pro Jahr um 60 300 zugenommen. Am 24. Februar 2020 sagte die Abgeordnete Massoumeh Aghapour Alishahi gegenüber der Tageszeitung „Asr-e Iran“: „Diese Zahl hat in den letzten 10 Jahren um 58% zugenommen.“

Nach Massoumeh Ebtekar, der stellvertretenden Präsidentin des Landes, zuständig für Angelegenheiten von Frauen und Familie, deren Ausführungen IRNA am 27. September 2018 veröffentlichte, sind in der Datenbank die Namen von 3, 6 Millionen weiblichen Haushaltsvorständen registriert worden. Dabei ist klar, daß diese Statistik nicht alle Ernährerinnen erfaßt. Am 24. März 2020 schrieb die staatliche Nachrichtenagentur ILNA: „82% der weiblichen Haushaltsvorstände sind arbeitslos; es fehlt ihnen ein regelmäßiges Einkommen. … Um sozialem Elend zu entkommen, verlegen sie sich auf informelle, sehr riskante Arbeit wie Hausieren in den feuchten U-Bahnen.“

Am 3. Dezember 2019 schrieb IRNA: „Wenn eine Frau einem Haushalt vorsteht, so ist die Wahrscheinlichkeit absoluter Armut größer als bei männlich geführten Haushalten, und die Armut reproduziert den Kreislauf der Verluste und der Probleme.“

Am 31. Mai 2018 sagte Ali Rabii, der damalige Arbeitsminister, es lebten mehr als drei Millionen weibliche Haushaltsvorstände im Iran in absoluter Armut. Doch das korrupte, frauenfeindliche Regime der Mullahs, das so viel von dem Vermögen des iranischen Volkes ausgeplündert hat, unternimmt selbst in der Corona-Krise nichts, um den qualvollen Druck, dem diese Frauen ausgesetzt sind, zu lindern. Die Frauen im Iran erleiden unter der herrschenden religiösen Diktatur doppelt schwere Repression. Die Frauen des Iran haben schon immer die Hauptlast der Repression sowie der sozialen und politischen Benachteiligung getragen. Die einzige Lösung dieser Tragödie, die heute die gesamte Gesellschaft belastet, besonders aber die Frauen, besteht in dem Sturz der religiösen Tyrannei; und dabei werden die rebellischen und frei-heitsliebenden Frauen des Iran die vorderste Front des Kampfes bilden.

Nationaler Widerstandsrat des Iran – Frauenausschuß

den 15. April 2020

Link: https://women.ncr.iran.org/2020/04/15/female-breadwinners-primary-victims-of-the-repressive-regime-during-the-coronavirus-outbreak

Das iranische Regime misshandelt und entlässt Mitglieder des medizinischen Personals inmitten Ausbreitung des Coronavirus

Während die Coronavirus Pandemie weiterhin immer mehr Menschenleben im Iran fordert, hat das iranische Regime als neue inhumane Schikane begonnen, medizinisches Personal zu entlassen oder es nicht mehr auszurüsten trotz der beständigen Aufopferung.
Mohammad Mirza Beigi, der Generaldirektor der Organisation für das Pflegesystem im Regime, hat am Samstag in einem Brief an Gesundheitsminister Said Namaki ein sofortiges Überdenken des Status der entlassenen Krankenschwestern gefordert. Er nannte die Maßnahme einen eher „sonderbaren und unerwarteten“ Schritt. Mirza Beigi sagte dazu, dass einige private Krankenhäuser, die hauptsächlich mit den Revolutionarsgarden (IRGC) oder einer anderen Unterdrückungsorganisation in Verbindung stehen, diese selbstlosen oder ausgeglichenen Krankenschwestern entlassen hätten mit der „Scheinrechtfertigung“ von „Konsequenzen aus dem Coronavirus“.
Zusätzlich zu diesem Brief erklärte Mohammad Mirza Beigi gegenüber der staatlichen Tageszeitung Etemad: „(Im Iran) sind Krankenschwestern sehr gut ausgebildet, sowohl wissenschaftlich als auch technisch. Auf der anderen Seite ist ihre Zahl sehr, sehr, sehr, sehr gering. … Der Präsident hat mehrfach versprochen, 20 000 Krankenschwestern einzustellen. Bis jetzt sind aber 5000 bis 6000 eingestellt worden und 3000 seit dem Beginn der Krise. Unsere lieben Krankenschwestern sind erschöpft. Unsere Situation war chronisch problematisch vor dem Ausbruch des Coronavirus und jetzt ist sie noch schlimmer. Ihre Gehälter und Überstundenzuschläge stehen im Durchschnitt 12 Monate aus“.
Die Unsicherheit in Bezug auf ihren Job hat die Arbeit von mehr als 7000 Krankenschwestern im privaten Sektor überschattet. Vor der Corona-Krise hatten private Krankenhäuser höhere Einkünfte durch Operationen, Visiten und Krankenhauseinweisungen und ihre Tarife waren nicht vergleichbar mit denen im öffentlichen Sektor. Jetzt ist die Situation anders; der Zulassungszyklus von Patienten ist minimal und Operationen finden kaum noch statt.
Seit dem Ausbruch des Coronavirus im Iran hat das Regime eine kriminelle Vertuschung betrieben. Aus diesem Grund haben die Amtsträger die Mitglieder des medizinischen Personals verhaftet oder bedroht, die die Wahrheit über die Ausmaße der Verbreitung des Virus gesagt haben. Zum Beispiel wurde Dr. Rahim Yousefpour aus der Stadt Saqqez in der Provinz Kurdistan von den Justizbehörden des Regimes vorgeladen. Er musste am Sonntag, dem 5. April, Bericht erstatten.
„Ich habe vor einem Monat vor Covid-19 gewarnt. Aus diesem Grund haben die Behörden mich achtmal vorgeladen. Ich hatte vor Gericht zu erscheinen dafür, dass ich die Wahrheit gesagt habe. … Wenn Sie mich nicht wiedersehen, dann nicht deshalb, weil ich vom Coronavirus angesteckt bin oder wegen eines Unfalls auf der Straße“, erklärte er in einem Video, das online veröffentlicht wurde.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus im Iran haben Hunderte aus dem medizinischen Personal ihr Leben verloren, aber das Regime tut nichts, um ihnen zu helfen.
Deshalb hat Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, ihr Beileid ausgesprochen für den Verlust an Menschenleben und die Ärzte und Krankenschwestern in dem Land gelobt für ihre Aufopferung trotz aller Beschränkungen, die vom herrschenden religiösen Faschismus auferlegt wurden. „Sie sind Symbole für den Stolz der iranischen Nation“, erklärte sie.
„Wir gedenken der Ärzte und Krankenschwestern, die ihr Leben verloren haben, um die Coronavirus Patienten zu versorgen. Sie riskieren ihr eigenes Leben, obwohl ihre eigenen Grundrechte mit Füßen getreten werden unter der Herrschaft der Mullahs. Wir fühlen uns alle in der Schuld gegenüber diesen selbstlosen Männern und Frauen“, ergänzte sie.
Während es iranische Krankenschwestern und Ärzte entlässt, hilft das Regime weiter seinen terroristischen Handlangern. Informationen, die die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) aus dem Inneren des IRGC erhalten hat, deuten darauf hin, dass die Quds Armee weiterhin Bargeld an die Hisbollah im Libanon übermittelt. Ein Teil der Zuwendungen hat die Form von Paketen oder Koffern, die von den nachrichtendienstlichen Offizieren der Quds Armee bei Flügen von Teheran in den Libanon mitgenommen werden.
Das Mullah Regime hat mit Apologeten und Lobbyisten versucht, die US Sanktionen als Ursache für die hohe Sterblichkeitsrate durch das Corona Virus im Iran verantwortlich zu machen. Aber der Umgang der Amtsträger des Regimes mit den Mitgliedern des medizinischen Personals ist eine Bestätigung dafür, dass die Untätigkeit und Vertuschung des Regimes die wirklichen Gründe für die Eskalation der Verbreitung des Coronavirus im Iran sind.
Am 1. April sagte Frau Rajavi: „Was unser Land angesichts von Krankheiten und Naturkatastrophen ernstlich verwundbar macht, ist eine brutale und stehlende Diktatur, die nicht zögert, jedes erdenkliche Verbrechen zu begehen, um ihre schändliche Herrschaft aufrecht zu erhalten“.

Iran wird Inmitten der Coronavirus-Krise von Fluten heimgesucht

Das Epizentrum der im Iran vom Coronavirus bewirkten Krise wird derzeit von Fluten heimgesucht; viele Fahrzeuge werden davon- geschwemmt, viele Fabriken und Lagerräume werden von schlammigem Wasser überspült. Die Fluten in Qom – im Zentral-Iran – erfolgten nur einen Tag, nachdem sie die Provinz Khorasan Razavi im Nordosten des Iran erreicht hatten. In dieser Provinz sind alle Städte betroffen; 14 Straßen zu verschiedenen Dörfern und vier Hauptstraßen zwischen Städten sind betroffen; die größten Schäden sind in den Städten Davarzan, Sabzevar, Javin und Joghtay angerichtet worden. Zwei Menschen kamen in Rashtkhar und Khaf ums Leben; zwei weitere werden vermißt.

Ein dort Ansässiger sagte: „Die starken Fluten haben in dem Dorf Zardab Balakhaf einen 31 Jahre alten Mann und ein 13 Jahre altes Kind davongeschwemmt. Es ist von ihnen kein Lebenszeichen vorhanden. Ein 27 Jahre alter Mann, der ebenfalls fortgeschwemmt worden war, wurde von Dorfbewohnern gerettet und kam später in ein Krankenhaus.“

Einheimische berichten von schweren Schäden überall in der Provinz; die Bewohner von Dörfern wie Davarzan mußten evakuiert werden.

In der Provinz Qazvin, im Nordwesten des Iran, zerstörte das Wasser die berühmte Sagesabad-Brücke von Boin Zahra. Die Flut begann am Samstag und traf Dörfer um Takestan, darunter Asfarvarin, Dowlatabad, Kahak, Yahya-abad, Ali Khamenei, Saj, Rakan und Lazjerd.

Durch frühere Fluten wurden 29 Städte in den 16 Provinzen Isfahan, Teheran, Alborz, Süd- und Nord-Khorasan, Semnan, Qom, Qazvin, Kerman, Kermanshah, Golestan, Gilan, Lorestan und Yazd schlimm getroffen.

Von diesen Fluten wurden vier Menschen getötet, darunter zwei Kinder; stürmische Gewitter, Hagel und Graupel richten in den Obstgärten und in der Landwirtschaft weitere Schäden an. Noch schlimmer ist die Zerstörung einer natürlichen Gasleitung in Rudak, in der Grafschaft Buin Zahra der Provinz Khorasan Razavi, durch schwere Regenfälle und steigende Wasserpegel. Das alles führte zu dem Ausbruch eines großen Feuers.

Es wird befürchtet, daß es, wie in der Vergangenheit erlebt, in den betroffenen Gebieten zu Schlammblockaden kommt, besonders in der Nähe der Straßen der Provinz Chaharmahal & Bakhtiari, wo schwerer Regen, Schnee, Gewitter und starker Wind angekündigt wurden. Tatsächlich sind bereits 28 Straßen der Provinz gesperrt worden.

Der Zustand wird nicht sehr bald zu Ende gehen; die Fluten sollen nach den Wettervoraussagen in den nächsten Tagen 20 Provinzen treffen. Das iranische Volk wird darunter leiden, das bereits unter der Pandemie des Coronavirus und Mangel an Hilfe vom Höchsten Führer des Regimes, Ali Khamenei und dem Präsidenten Hassan Rouhani, die die Wirtschaft des Landes schon wieder in Gang bringen wollen, leidet – was zu weiteren Todesfällen führen wird.